Verbände und Lehrende sind oft verstrickt in Kommerz, Lobbyismus und Loyalität

Anstatt falsche Lehr-Inhalte zu korrigieren werden Forschungen ignoriert und Fakten kleingeredet

Zudem ist ihr traditionell-esoterischer Moralkodex unvereinbar mit Güte-Kriterien westlicher Erwachsenenbildung

Mein Alternativ-Ansatz schafft ein umfassendes Korrektiv für häufige Fehlentwicklungen wie Fundamentalismus und Folklore

Kern-Bereiche sind Lernen und Lehren nach ideologie-freien Standards, Fakten-Treue, Unabhängigkeit und innere Weiterentwicklung

Innere Kraft für mehr Harmonie - innere Stabilität

Quelle: ZPP-Stundenbild "Training der Innere Kraft mit Taijiquan und Qigong"

Traditionell ist für den Asiaten die Entwicklung Innerer Energien keinesfalls bloßer Selbstzweck sondern ein Hilfsmittel für die Optimierung von  Gesundheit, Kampfkunst und Meditation. Es geht um die tiefgreifende, grundsätzliche Harmonie nach dem Sinnbild von "Himmel-Mensch-Erde". Die Verwobenheit kann man mit "Innerer Stabilität" bezeichnen.

Innere Kraft für Gesundheit, Kampfkunst und Meditation

Um diese Harmonie und Gelassenheit beneiden viele Westler die Asiaten. Und um ihnen nachzueifern erlernen sie eine östliche Kunst wie Tai Chi oder Qigong.

Qigong und Tai Chi (Taijiquan) als Methode zur Entwicklung Innerer Kräfte werden in der einschlägigen "Szene" mit ihren Sozialen Netzwerken häufig nicht richtig dargestellt. Ein Grund sind unzureichend ausgebildete Lehrer. Hinzu kommt der leidige "Echo-Kammer-Effekt", bei dem vermeintlich Richtiges kritiklos übernommen wird statt selbst zu recherchieren und zu forschen. Diese  unvrantwortliche Oberflächlichkeit zeigt deutlich die Sinnhaftigkeit meines ganzheitlichen Ansatzes der übergeodneten Perspektiven, der viele angebliche Fakten als schlicht falsch entlarvt.

Innere Kraft für Gesundheit, Kampfkunst und Meditation

Der für viele Praktizierende wohl bedeutendste Aspekt östlicher Künste ist ihr Vermögen, die "Innere Kraft" oder "Innere Energie" nachhaltig zu stärken, sodass man dem Leben gewappneter und ausgeglichener gegenübertritt - körperlich, seelisch und geistig. Vielen Menschen geht es dabei um "gefühlte Fakten" und nicht um wissenschaftliche Studien. Für mich ist das in diesem Fall in Ordnung - ich denke dabei u. a. an die sogenannten "selbsterfüllenden Prophezeiungen" und an Placebo-Effekte. Ich meine das übrigens ernst und nicht etwa abwertend-ironisch.

Darüberhinaus sollte jedoch niemand verkennen, dass sich in diesem ausufernden Bereich der "Lebenshilfe" auch viele Scharlatane und Seelenfänger tummeln und diesen Markt für Kundenfang nutzen. Ich denke hier z. B. auch an die vielen Bücher auf "Ratgeber-Niveau" zum verwandten Thema Wu Wei. Vieles was ich dort geschrieben habe, passt auch hier gut. Die eingepasste Wu-Wei-Ursprünglichkeit, also das "So-Sein" ist die entscheidende Quelle für Innere Kraft und dies wiederum strahlt aus auf Kampfkunst, Gesundheit und Meditation.

Training der Innere Kraft kann man aufteilen in die für Taiji und Qigong typischen drei Säulen Gesundheit, Kampfkunst und Meditation. Sie sind nicht nur historisch sondern auch thematisch vielfach verwoben und nicht einfach zu trennen. Wenn ich es dennoch versuche, so aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit.

Es gibt für mich mehrere signifikante inhaltliche Klammern zwischen den drei Säulen. Dazu habe ich auch ein ZPP-Stundenbild "Training der Innere Kraft mit Tai Chi und Qigong" für Krankenkassen-Zulassung verfasst.

 

Yang Chengfu und Guru-Nimbus

Lange Zeit erzeugte das Propagieren der "Einzigartigkeit Innerer Kampfkunst" eine Art "Sog-Effekt", der seine Wirkung auch auf sonst eher rational ausgerichtete Menschen nicht verfehlte. Bücher des Meisters Yang Chengfu (und der Einfluß von Co-Autor Zheng Manqing) haben entscheidenden Anteil an diesem "Qi-Kult" gehabt. Die Illusion, daß durch Befolgen der "Yang-Chengfu-Tai-Chi-Prinzipien" ein Sieg über Meister anderer Kampfkünste quasi automatisch erfolgen würde, wurde von vielen nur allzu gern geglaubt. Training der "Qi-Energie" und "Fajin" schien für viele die lang gesuchte Lösung zu sein. Im Rahmen der Yang-Familie wurde dieser "Guru-Nimbus" in Europa zuerst von dem Yang-Zhenming-Schüler Meister Chu Kinghung (ITTCA) verbreitet. Auf diesen Zug ist dann viel später der Yang-Zhenduo-Enkel Meister Yang Jun mit seinen weltweiten Yang-Chengfu Taijiquan Centern aufgesprungen.

Nairiki-Forschung: DTB eV bietet unvoreingenommenes Hintergrund-Wissen

Bei der Diskussion in Taiji-Qigong-Communities fällt der sogenannte "Echo-Chamber-Effect" auf - diesen dicht-gesponnenen "Informations-Kokon" bezeichnet man drastisch aber passend als "kommunikativem Inzest". Kritische Argumente werden dabei kaum noch zur Kenntnis genommen - viele möchten offenbar lieber "ein bißchen besser träumen als aufzuwachen"! Der DTB eV hat mit seinen Nairiki-Forschungen eine Tür geöffnet, die offenen Taiji-Qigong-Lehrenden wertvolle Anregungen und Argumentationshilfen bietet. Man sollte sich durch "Social-Media-Mob-Rule" und "Echo-Chamber-Effect" nicht irremachen lassen, denn letzlich unterstützen nicht Fiktionen sondern Fakten-Treue die westlichen Standards der Erwachsenenbildung. Quelle: Innere Kraft und Tai Chi.

DTB-Stundenbild: Weitverbreitete Irrtümer in der Lehrerausbildung und die Rolle ausländischer Verbände - Download: Tai Chi Qigong Ausbildung Hamburg.